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Papa, ich vergebe dir | Eigenverantwortliche Heilung nach sexuellem Missbrauch

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Hey meine Sch├Âne. Heute sprechen wir dar├╝ber, warum es an dir liegt, ob du Heilung erf├Ąhrst oder nicht. Und welche Rolle die Vergebung dabei spielt.

Dass ich offen ├╝ber den sexuellen Missbrauch in der fr├╝hen Kindheit spreche, f├╝hrt bei meinen Lesern zu offenen M├╝ndern und ganz viel Erstaunen, wenn sie nicht zu sehr vom MitLEID gebeutelt werden. Das Feedback zu diesem zugegebenerma├čen nicht ganz leichten Thema ist meistens r├╝hrend.

Manchmal aber auch nicht, denn dieses Thema polarisiert, und nat├╝rlich bin ich mir dessen vollkommen bewusst.

Aber wie sage (und schreibe) ich immer so gern: Es wird sich nichts ver├Ąndern, wenn wir nichts ver├Ąndern.

Und genau das hier, das Schreiben, ist mein Beitrag, die Dinge zu ver├Ąndern.

Indem ich von meinen ganz pers├Ânlichen Erfahrungen berichte, hoffe ich, andere Frauen erreichen zu k├Ânnen, die ├ähnliches erleben mussten – aber von Heilung vielleicht noch meilenweit entfernt sind.

Ihnen will ich sagen: „Kopf hoch, du wundersch├Ânes, starkes Wesen. Die Sch├Ąden sind nicht irreversibel. Du bist st├Ąrker als du glaubst, und die Zusammenh├Ąnge sind viel komplizierter, als dir bisher klar ist. Und und sie sind…liebevoller.“

Und vielleicht fragst du dich jetzt gerade auch, was dieses Thema auf einem Blog f├╝r Medialit├Ąt, Magie und Heilung zu suchen hat?

Das ist leicht erkl├Ąrt: Erst, wenn wir uns unsere Themen anschauen, erkennen und vergeben, k├Ânnen wir transformieren und heilen. Die Medialit├Ąt ist hierf├╝r das Instrument. Aber eigentlich ist es die Heilung, die wir alle von Natur aus anstreben.

UND: Medialit├Ąt ist das ultimative Werkzeug zur Selbsttherapie. Wenn du deine medialen F├Ąhigkeiten so weit ausgearbeitet hast, das du sie aktiv f├╝r Transformationsprozesse nutzen kannst, indem du beispielsweise den Heilraum oder deinen Kraftort aufsuchst um dort deine Themen zu bearbeiten, dann h├Ąltst du den Schl├╝ssel zu deinem HeilSEIN in H├Ąnden.

Medialit├Ąt ist so viel mehr, als nur mit Toten zu sprechen.

Medialit├Ąt ist so viel wertvoller, als mit Karten oder Pendel oder Akasha Chronik herauszufinden, ob er dich nun liebt oder nicht.

In Wahrheit ist die Medialit├Ąt das Werkzeug f├╝r Erkenntnis und Weisheit. Und damit wird es uns m├Âglich, zu heilen.

Alles, was wir brauchen, tragen wir l├Ąngst in uns. Wir m├╝ssen nur wieder lernen, uns selbst und der geistigen Welt zuzuh├Âren.

Wir brauchen keine Langzeittherapien (f├╝r die es eh kaum Pl├Ątze gibt). Wir brauchen keine fragw├╝rdigen Therapeuten, zu denen wir eigentlich keine Bindung haben, die aber alles sind, was wir kriegen, weil wir Kassenpatienten sind. (gute Therapeuten, die einen unterst├╝tzen und nicht versuchen, einem die eigene Meinung aufzuzwingen, nehme ich hier freilich aus. Aber was man so h├Ârt, sind die eher selten. Vielen Dank an dieser Stelle an MEINE Therapeutin).

Was wir brauchen sind WIR.

Einsicht in unser Innerstes. Unser H├Âheres Selbst. Unser Inneres Kind.

Und all das und noch viel mehr erreichst du mit den dir nat├╝rlich mitgebenen ├ťbersinnen. Deinen Sinnen f├╝r die ├ťbersinnliche Wahrnehmung.

Was uns n├Ąmlich ├╝ber die Jahrhunderte eingeredet wurde, ist nicht wahr.

Wir sind NICHT krank. Wir sind NICHT verdammenswert. Wir sind NICHT allein. Und wir stehen NICHT zwischen Himmel und H├Âlle.

Wir sind m├Ąchtig, kraftvoll, geliebt, getragen und besch├╝tzt. Und sobald wir unsere Sinne wieder gebrauchen, erinnern wir uns daran.

Wir erinnern uns, dass wir wortw├Ârtlich Berge versetzen k├Ânnen.

Wir erinnern uns, dass wir uns selbst heilen k├Ânnen.

Wir erinnern uns, dass wir alle eins und in Liebe verbunden sind.

Wir erinnern uns, dass nichts, wirklich rein gar nichts grundlos geschieht.

Schwere Kost: Sexueller Missbrauch in der Kindheit

Ich hab es weiter oben schon geschrieben: Das ist ein nicht ganz einfaches Thema.

Das Ding ist nur: Das gilt nicht f├╝r mich, sondern f├╝r meine Leser.

Mir wurde in wirklich hasserf├╝llten Blogkommentaren sogar schon Schizophrenie attestiert, weil ich ja die Frechheit besitze, offen dar├╝ber zu sprechen, dass ich von meinem Vater in der fr├╝hen Kindheit bis ich etwa acht Jahre alt war, missbraucht wurde.

Ich gestehe: Ich bin schamLOS.

Ich sch├Ąme mich nicht daf├╝r, was mein Vater mit mir getan hat. Wieso sollte ich auch? Ich war noch nicht ganz drei Jahre alt, als es angefangen hat.

Sexueller Missbrauch ist viel weiter verbreitet, als wir alle ahnen. 2017 wurden 13.539 F├Ąlle sexuellen Missbrauchs von Kindern polizeilich erfasst (Quelle: Statista; hier wird auch angemerkt, dass die Dunkelziffer weit dar├╝ber liegen muss). Und aus meinen Readings wei├č ich, dass die Dunkelziffer gigantisch hoch sein muss.

Der Grund, warum nur ein Bruchteil der F├Ąlle tats├Ąchlich zur polizeilichen Erfassung gelangen, liegt in der Tabuisierung des Themas.

Man spricht nicht dar├╝ber.

Sexualit├Ąt ist nach wie vor ein Thema, ├╝ber das eher vereinzelt offen gesprochen wird – auch, wenn die Emanzipation der weiblichen Sexualit├Ąt mittlerweile auf dem Vormarsch ist. ├ťbrigens ein riesiger Schritt in Sachen selbstbestimmter Verarbeitung und eigenverantwortlicher Heilarbeit.

Noch schwieriger wird es dann, wenn man ├╝ber Dinge spricht, die anr├╝chig, verdorben, verboten sind.

„Pfui b├Ąh!“ liest man da in den Gesichtern, wenn das Thema Sexueller Missbrauch in der Kindheit auf den Tisch kommt. Gepaart mit „ein Gl├╝ck ist mir das nicht passiert“ und „will die sich jetzt wichtig machen, dass die jetzt hier dar├╝ber spricht??“.

Es wird eher meinem vermeintlichen Profilierungswahn zugeschrieben, wenn ich offen dar├╝ber spreche und schreibe, was ich in meiner Kindheit erlebt habe und wie das mein Leben ver├Ąndert hat, als dass darin der Wunsch gesehen wird, endlich mit einem Tabuthema zu brechen.

Dabei ist gerade dieses Brechen mit der Tabuisierung so wichtig – und zwar f├╝r die gesamte Gesellschaft.

Dass wir in unserer Gesellschaft nicht offen dar├╝ber sprechen k├Ânnen, was t├Ąglich hunderten von Kindern hier in Deutschland (!) widerf├Ąhrt, liegt nicht daran, dass das f├╝r die Opfer von Natur aus zu traumatisch ist. Wir sprechen nicht dar├╝ber, weil es verdammtnochmal keiner h├Âren will.

Erstens will niemand wirklich wissen, dass in der eigenen Familie oder Nachbarschaft oder im Freundeskreis M├Ąnner und auch Frauen leben, die augenscheinlich nur f├╝r die Befriedigung ihrer Lust mutwillig das Leben von Kindern zerst├Âren. Denn ├╝ber die Folgesch├Ąden des Missbrauchs spricht man allgemeinhin auch nicht gern.

Und ganz ehrlich: Eigentlich ist das auch momentan noch gut so. Die meisten Menschen w├╝rden mit purem Hass auf die „T├Ąter“ reagieren, es w├╝rden Menschenjagden veranstaltet, und vielleicht f├╝hlte sich sogar der eine oder andere Lynchmob berufen, seiner Pflicht nachzukommen.

Ich muss es vermutlich nicht erw├Ąhnen, tue es aber trotzdem: DAS kann nat├╝rlich nicht der Weg sein. Und vielleicht muss die Ver├Ąnderung zum HINH├ľREN Hand in Hand gehen mit dem Wandel der ewigen Schuldzuweisungen.

Warum es so wichtig ist, das Schweigen zu brechen

Wir, die Opfer, m├╝ssen endlich das RECHT zugesprochen bekommen, offen ├╝ber die Dinge, die mit uns gemacht wurden, sprechen zu d├╝rfen.

Und das meine ich nat├╝rlich nicht im juristischen Sinne.

Ich meine, dass wir das Sprechen ├╝ber die Taten der T├Ąter zu etwas „normalem“ machen m├╝ssen – denn JA!! Verdammte Schei├če, f├╝r fast 14Tsd Kinder in Deutschland war das im vergangenen Jahr verdammt normal!

Es muss normal werden, ├╝ber das, was man an Leid erfahren hat, offen sprechen zu k├Ânnen. Ohne danach in best├╝rzte Gesichter schauen zu m├╝ssen. Ohne dass schnellstm├Âglich vom Thema abgelenkt wird. Ohne den Vorwurf, dass sich da ja nur jemand in den Mittelpunkt stellen will.

Und WIR ALLE m├╝ssen da zusammenarbeiten.

Die Opfer m├╝ssen den Mut finden, das Unaussprechliche offen auszusprechen. Und ALLE ANDEREN – die GESAMTE GESELLSCHAFT – muss gef├Ąlligst die Klappe halten, abf├Ąllige Bemerkungen f├╝r sich behalten und einfach nur zuh├Âren.

Das w├╝rde schon viel ver├Ąndern.

Aber warum ist das so wichtig?

Naja, zum einen w├╝rde man den T├Ątern erstmal ganz faktisch die Handhabe entziehen. Wenn es sich „normal“ und „erlaubt“ anf├╝hlt, auch ├╝ber Schlimme Dinge mit allen Menschen offen sprechen zu k├Ânnen, weil man geliebt, und getragen und voller Verst├Ąndnis angeh├Ârt wird, dann w├╝rde diese „wenn du das jemandem erz├Ąhlst…“-Erpressung nicht funktionieren.

Die T├Ąter k├Ânnen ihre Opfer nur dadurch (manchmal ├╝ber Jahre!) zum Schweigen bringen, weil die Opfer suggeriert bekommen, etwas getan zu haben, wof├╝r sie sich sch├Ąmen m├╝ssten.

Warum w├╝rde das helfen?

Ganz einfach: Es w├╝rde jedem einzelnen Opfer dabei helfen, das, was ihm angetan wurde, in einem ersten und elementaren Schritt erstmal zu akzeptieren.

Verdr├Ąngung kann nur so lange funktionieren, so lange man sich nicht den Tatsachen stellen muss. Oder besser gesagt STELLEN DARF, denn genau das ist es, wie es aktuell funktioniert.

Es kostet ├ťberwindung, dar├╝ber zu sprechen. Und sich in einem ersten Schritt ├╝berhaupt erst mal selbst einzugestehen, dass da was passiert ist, das einen zutiefst verletzt hat. Denn, wenn man sich eingesteht, dass man verletzt wurde, dann f├╝hlt man im n├Ąchsten Schritt den Schmerz. Ein Eingest├Ąndnis hat immer auch die Akzeptanz dieses Gef├╝hls, das man sich eingestanden hat zur Folge.

Und man geht da voll durch.

Wieso sollte man sich das antun, wieso sollte man der Verletzung erlauben, einem so richtig weh zu tun, wenn man im n├Ąchsten Schritt, wenn es darum geht, dar├╝ber zu sprechen, gegen W├Ąnde rennt?

Wieso erst den Schmerz zulassen, wenn man ihn danach umgehend wieder in sich einschlie├čen muss, weil einem niemand glaubt oder glauben will, weil einem niemand zuh├Ârt oder zuh├Âren will, weil sich das, wor├╝ber man da sprechen m├Âchte, ja so nicht geh├Ârt.

Und f├╝r alle, die, die nicht wissen, wie m├Ąchtig Verdr├Ąngung sein kann: Um die Seele zu sch├╝tzen kann sie so erfolgreich durchgef├╝hrt werden, dass man komplett vergisst. Und das, wie du dir vielleicht vorstellen kannst, macht die Aufarbeitung wirklich schwierig.

Das Resultat wirklich erfolgreicher Verdr├Ąngung (als Mechanismus des „├╝ber sowas spricht man nicht“) sind Unausgeglichenheit, Depression, Dissoziation, Essst├Ârungen, ein gest├Ârtes Verh├Ąltnis zu seinem K├Ârper, ein gest├Ârtes Verh├Ąltnis zu seiner Identit├Ąt, Narzissmus, Misstrauen, das Zur├╝ckstellen der eigenen Bed├╝rfnisse bis hin zur Selbstaufgabe, ein gest├Ârtes Sexualverhalten (ist ja kein Wunder), unz├Ąhmbare Wut, scheinbar grundlose Wutausbr├╝che, ├ängste – kurz: Es sind eine Vielzahl an St├Ârungen m├Âglich, die im besten Fall nicht in Gesamtheit auftreten, wohl aber h├Ąufig in diversen Kombinationen.

Dass das die Lebensqualit├Ąt erheblich mindert, brauche ich hoffentlich nicht erw├Ąhnen.

Selbstbestimmung und Gl├╝ck, geschweige denn die bedingungslose Liebe, liegen in diesem Zustand in weiter, wirklich weiter Ferne. Denn wie soll man gl├╝cklich sein, wenn man sich nicht mal erlaubt, eigene Bed├╝rfniss zu haben? Das ist vermutlich f├╝r alle „Nicht-Missbrauchten“ schwer zu verstehen, aber um zu ├ťberleben lernst du, deine Instikte wie Flucht und Angst zu ignorieren. Du, dein ganzes Sein, geht in einen wortw├Ârtlichen ├ťberlebensmodus ├╝ber, und du lernst (und verinnerlichst): Deine Bed├╝rfnisse sind nichts wert. Oder am besten sogar gar nicht existenz.

Puh, da steckt echt sooo viel dahinter. So viel Leid, dass den Opfern zugef├╝gt wird. So viel, dass sie f├╝r viele viele Jahre erstmal NICHT sein oder lernen d├╝rfen.

Das gilt f├╝r mich selbst ja auch. Ich habe mit 33 Jahren endlich angefangen, ICH zu sein. Mit W├╝nschen, Bed├╝rfnissen, einem gesunden Verh├Ąltnis zu meiner Identit├Ąt. Und die Transformation l├Ąuft weiter, Baby.

Aber hier bin ich nur angekommen, weil ich irgendwann den Mut fand, dar├╝ber zu sprechen. Und das nicht nur mit meiner Therapeutin, denn vorher musste erst mal ausgesprochen werden, was da im Dunkeln lag.

HEILUNG, und damit meine ich die wirklich Heilung der Seele, des ganzen Seins, die Art von Heilung, die uns fr├╝her oder sp├Ąter in die bedingungslose Liebe f├╝hrt, ist ein „Mehr-Schritte-Programm“.

├ähnlich, wie bei den Alkoholikern, nur das die nicht bl├Âd angeschaut werden, wenn sie sagen, sie haben ein Alkoholproblem. Zumindest mittlerweile nicht mehr.

Das Aussprechen und damit das Annehmen ist der erste Schritt auf einem wirklich langen, steinigen, verdammt unbequemen Weg, den das Opfer immer nur selbst gehen kann – auch, wenn es sich dabei liebevoll begleiten l├Ąsst.

Deshalb MUSS das Aussprechen normal werden d├╝rfen.

Solange wir die Opfer sexuellen Missbrauchs (und ehrlich gesagt ist es egal, wie alt sie sind, wenn sie missbraucht werden. Verletzungen sind Verletzungen) daran hindern, offen und ohne Angst ├╝ber das Erlebte zu sprechen, berauben wir sie – WIR, DIE GESAMTE GESELLSCHAFT – ihrem nat├╝rlichem Recht auf nachhaltige Heilung.

Eigenverantworliche Heilung – ein harter Weg, der sich lohnt

Ich habe grad eben schon geschrieben: Das Aussprechen ist nur der erste Schritt.

Das Aussprechen ist fraglos der Wegbereiter. Es ist die gefallene Entscheidung.

Das Aussprechen ist der Anfang eines neuen, wundervollen Lebens.

Aber mit dem Aussprechen alleine ist es leider noch nicht getan.

Wenn wir uns dazu entschlie├čen, unsere Verdr├Ąngungsmechanismen aufzugeben und endlich hinzuschauen, damit unsere Seele heilen kann, dann ist das ein mutiger Schritt, der mit viel Schmerz verbunden ist.

All die Gef├╝hle, die wir so lange Zeit erfolgreich unterdr├╝ckt haben, d├╝rfen nun zu Tage treten und gelebt werden. Das macht wortw├Ârtlich Angst, tut weh, macht w├╝tend – und zwar so sehr, dass es dich teilweise sogar tagelang au├čer Gefecht setzen kann.

Heute wei├č ich, dass mich Angst l├Ąhmt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich lag tagelang bewegungslos im Bett und konnte kaum essen.

Und ich wei├č, dass der Spruch „sich vor Angst in die Hosen machen“ nicht von ungef├Ąhr kommt. Angst, wirkliche, echte, lebensbedrohliche Angst (das ist es, was wir w├Ąhrend des Missbrauchs eigentlich erleben aber erfolgreich beiseite schieben) kann Symptome wie eine Magen-Darm-Grippe ausl├Âsen. Und ja, man schei├čt sich vor Angst die Seele aus dem Leib.

All die Trauer, der Schmerz, der verletzte Stolz, die Entt├Ąuschung, der Verlust des (Ur)Vertrauens…all das tut furchtbar weh. Es ist echter, wirklicher Herzschmerz. Es ist der schlimmste Liebeskummer, den du je erlebt hast.

Aber ich sag dir was: Du stehst das durch. All das stehst du durch. Und du wirst endlich zu dem Menschen, der du wirklich bist.

Du wirst DU.

Aber auch das ist noch nicht das Ende des Weges. Denn zur Heilung deiner Seele geh├Ârt sehr viel mehr.

Wenn du an dir, deiner Pers├Ânlichkeit, deiner Medialit├Ąt arbeitest, dann erkennst du mehr und mehr, dass das, was dir in DIESER Inkarnation zugesto├čen ist, vielleicht l├Ąngst nicht das schlimmste ist, was du jemals erlebt hast. Weil du erkennst, dass DU in Wahrheit nicht nur das bist, was du jetzt bist. Du bist ja sehr viel ├Ąlter, und du hast schon verdammt viel erlebt.

Erkenntnisprozesse, die dein Sein in einen weit umfangreicheren Seelenplan einordnen, helfen dir zu verstehen, warum das passiert ist. Und auch dabei zu verstehen, dass nichts auf der Welt grundlos geschieht.

Wir sind hier um zu lernen. Und je ├Ąlter du bist, je mehr du schon gelernt hast, umso diffiziler werden die Lektionen.

Wir sind hier, um zu wachsen. Und wir durchlaufen Transformationsprozesse, um St├╝ck f├╝r St├╝ck wahrhaftig ├╝ber uns hinaus zu wachsen.

All das l├Ąsst dich heilen: Annahme und Akzeptanz, Aufarbeitung, Erkenntnis, Transformation.

Du ver├Ąnderst dich. Und du ver├Ąnderst deinen Blick auf die Welt und die Dinge, die in ihr geschehen. Das ist nur nat├╝rlich.

Und diese Art der Heilung kann nur in Eigenverantwortung geschehen.

DU musst da durch. Nicht allein(gelassen), aber in Eigenverantwortung.

Es ist deine Verantwortung das zuzulassen und dir die Heilung zu erlauben.

Und dann, wenn du so weit bist, kannst du den letzten Schritt machen, der essentiell f├╝r deinen Heilungsprozess ist.

Papa, ich vergebe dir! Vergebung als Selbstheilungskonzept

Was jetzt kommt, ist starker Tobak.

Und ich wei├č nat├╝rlich, wie verdammt schwer das ist. Schlie├člich bin ich selbst da durch (und eigentlich stecke ich noch drin in diesem Prozess).

Und „Vergebung“ ist nichts, was man erzwingen oder k├╝nstlich generieren kann.

Vergebung passiert von ganz allein. Alles, was wir tun k├Ânnen, ist die Prozesse dazu in Gang zu bringen – und das ist etwas, das ich dir wirklich empfehlen m├Âchte. Und zwar von ganzem Herzen.

Dabei ist die Vergebung als Teil eines Selbstheilungskonzeptes keine neue Idee.

Meine Therapeutin meinte gegen Ende der Therapie, dass sie sich gut vorstellen k├Ânne, dass Vergebung f├╝r mich das Mittel der Wahl w├Ąre. Eben dann, wenn ich so weit sei.

Aber tats├Ąchlich hat ja schon Jesus Vergebung gepredigt; dass das „halte auch die andere Wange hin“ zum T├Ąterfreifahrtsschein fehlinterpretiert wurde…naja. Sagen wir, es macht es nicht weniger wahr.

Wenn wir wirklich etwas ver├Ąndern wollen, in uns, in der Welt, in allem, was ist, dann d├╝rfen wir in die Vergebung gehen. Denn nur so gelangen wir zur bedingungslosen Liebe.

Liebe, die wertfrei ist. Ohne Bedingungen. Wenn du es schaffst, jemandem aufrichtig und mit ganzem Herzen zu lieben, obwohl er dir schreckliches angetan hat (und zwar auch ohne dass er daf├╝r Bu├če tut) – tja, DANN hast du es wohl geschafft.

Dann liebst du bedingungslos.

Und jetzt nehmen wir uns einen Moment und stellen uns gemeinsam eine Welt vor, in der alle Menschen DAS erreicht h├Ątten…

23…

24….

Sp├Ątestens JETZT d├╝rfte klar sein, weshalb die bedinungslose Liebe wirklich unser aller Ziel sein sollte.

Zumindest fr├╝her oder sp├Ąter.

Hach, was w├Ąre das f├╝r eine Welt!

Und jetzt kommt was wirklich Abgefahrenes: Es liegt an uns, diese Welt zu erschaffen.

Und noch viel abgefahrener: Jeder f├Ąngt NUR BEI SICH an. Anders geht es nicht.

Das gilt auch – oder vor allem dann – wenn wir wirklich, wirklich tiefe und schreckliche Verletzungen davon getragen haben. Ohne Herausforderung w├Ąr’s doch langweilig ­čśë

Vergebung ist eine Mammuthaufgabe

Es gab da eine Zeit, da steckte ich wirklich bis zum Hals in heftigen Transformationsprozessen. Ich habe mich sehr oft sehr ausf├╝hrlich mit Erzengel Michael unterhalten.

Und bei einer Gelegenheit machte er mir klar, dass die Vergebung meinem Vater gegen├╝ber eine Aufgabe sei, die ich noch in dieser Inkarnation erf├╝llen d├╝rfe.

Und zwar, so lange mein Vater noch lebt.

Auf Seelenebene hatte ich seine Tat n├Ąmlich irgendwann angenommen.

Aber „richtige“ Vergebung war das noch nicht.

„Puhhh…das ist aber ’ne ganz sch├Âne Mammuthaufgabe.“, sagte ich.

Er grinste: „Ja, das ist es“.

Diesen Dialog werde ich vermutlich nie vergessen.

Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, dass ich noch Zeit brauchen w├╝rde. Und ich habe mir diese Zeit genommen.

Ich habe akzeptiert, dass ich erstmal noch w├╝tend sein wollte.

Dar├╝ber, was er mir alles genommen hat.

Dar├╝ber, dass ich mir so vieles m├╝hsam erarbeiten musste.

Dar├╝ber, dass ich Sophia meine Wut vererbt hatte.

Der Schaden ist nicht irreversibel

Was mir wirklich geholfen hat, war die Erkenntnis, dass all das, was mein Vater mir angetan hatte, nichts war, was sich nicht wieder h├Ątte r├╝ckg├Ąngig machen lassen.

Ich selbst hatte die Opferposition l├Ąngst verlassen. Ich hatte mich ver├Ąndert.

Und als wir Sophia mit Kundalini-Reiki geholfen haben, die Wut einer erwachsenen, verletzten Frau abzulegen (echt jetzt, die hab ich ihr leider mitgegeben), wurde mir klar: Das ist ja gar nicht irreversibel.

Er hat mir ja gar nichts auf Lebenszeit genommen.

Es ist an mir. Allein an mir. Es obliegt meiner Verantwortung.

In diesem Moment lie├č ich los (und ich sp├╝re die Leichtigkeit, wo ich das gerade schreibe).

Ich musste nicht mehr w├╝tend sein. Es gab einfach keinen Grund mehr daf├╝r.

Ich war voll und ganz Herrin meiner Selbst. Und mein Vater, seine Taten…der Schaden, den er angerichtet hatte, war einfach nicht mehr da.

Es gab keinen Schaden mehr.

Ich vergab ihm.

Nocheinmal:

Ich habe meinem Vater ehrlich und aufrichtigen Herzens vergeben, was er getan hat.

Auch, weil ich verstanden habe, WARUM er es tat (aber das geh├Ârt in einen eigenen Artikel).

Papa, ich habe dir vergeben, was du getan hast.

Es ist okay.

Es war nicht nur deine Verantwortung.

Wir waren beide in der Verantwortung.

Wir haben diese Tat gemeinsam beschlossen, bevor wir inkarniert sind.

Aus Liebe zu mir, hast du getan, was du getan hast.

Aus bedingungsloser Liebe.

Damit ich werden konnte, wer ich heute bin.

Daf├╝r liebe ich dich. Und ich danke dir.

Deine Tochter Jasmin

Allein, dass ich ganz selbstverst├Ąndlich wieder das Wort „Papa“ gebrauche und es auch liebevoll so meine, ist f├╝r mich ein Zeichen. Ziemlich lange war er nur „er“ oder „der Vater“ oder „Peter“.

Echt jetzt: Vergebung ist einfach ein gigantischer Befreiungsschlag.

Bist du betroffen? F├╝hl dich umarmt!

Ich verstehe, wenn dir das, was ich geschrieben habe, jetzt erstmal einen Stich versetzt. Vielleicht bist du sogar w├╝tend auf mich, weil ich hier so eine Behauptung aufstelle.

Ich versichere dir: Ich verstehe dich.

Und du hast alles Recht auf all deine Gef├╝hle, die du gerade durchlebst.

Das bedeutet, dass du zu meinen Aussagen in Resonanz gehst. Und auch, wenn das f├╝r dich jetzt noch unvorstellbar scheint (schien es mir ja auch lange Zeit): Lass einfach mal alles sacken.

Du MUSST ja nicht. Wir m├╝ssen NICHTS.

Aber, wie eine liebe Freundin immer sagt, Worte, einmal ausgesprochen, bewegen was.

Und genau das war mein Ziel.

Das hei├čt jetzt nicht, dass du alles genau so machen sollst.

Aber dieser Weg hat MEIN Leben ver├Ąndert. Und das w├╝nsche ich jedem Opfer, dieses Gef├╝hl von Erleichterung und Liebe. Diesen abgefahren-genialen Befreiungsschlag.

Und irgendwann, egal wie lange es dauert, bist vielleicht auch du bereit, diese Mammuthaufgabe in Angriff zu nehmen. Und bevor du dich jetzt selbst unter Druck setzt: Das muss ja gar nicht in diesem Leben sein.

Aber sei dir sicher: Du bist so viel st├Ąrker, als du vielleicht jetzt gerade glaubst.

Du bist ganz wundervoll, und in dir steckt wahnsinnig viel Potenzial.

Trau dich. Geh deinen Weg.

Hab den Mut, ├╝ber deine Erlebnisse zu sprechen. Und hab den Mut, um Hilfe zu bitten, wenn du Hilfe brauchst.

Sei schamLOS, denn du brauchst dich f├╝r nichts zu sch├Ąmen.

F├╝hl dich geliebt, umarmt und gesegnet in deinem wundervollem Sein.

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